MU17 - Aufstiegsturnier

Hitchcock hätte es nicht besser machen können

 

Herzogenbuchsee, 16. Mai 2015. Während die meisten Teams die Sommerpause geniessen, sind die Forti-U17-Jungs noch voll in der Pflicht. Es wurde fleissig trainiert für die Herausforderung „Interaufstieg“. Am letzten Samstag, vom 16. Mai ging es im ersten Turnier darum unter die ersten vier von sieben zu kommen um sich dann am zweiten Turnier definitiv für die Interliga qualifizieren zu können.

 

Fortitudo reist mit einem breiten und talentierten 18-Mannkader an. Allerdings erwartet man eine physische Unterlegenheit, da man lediglich drei Spieler vom älteren Jahrgang in den eigenen Reihen zählt. Neu dabei sind der grossgewachsene Rückraumspieler Wunderli und der flinke Linkshänder Carpanese aus Flawil.

 

Derby zum Start

SV Fides – TSV Fortitudo Gossau 2:21 (2:12)

 

Gleich zu Beginn trafen die Fürstenländer auf einen gleichzeitig dankbaren sowie auch gefährlichen Gegner. Dieses Spiel musste und konnte gewonnen werden. Ein guter Start in das Turnier hat eine hohe Wichtigkeit. Der Gegner ist auf dem Papier Underdog und genau darin steckt die Gefährlichkeit. Die Forti-Jungs lassen aber von Beginn weg Nichts anbrennen. Eine enorm starke Deckung mit den Torhütern Damann (75%) und Halter (100%), die in der gesamten Partie lediglich zwei mal hinter sich greifen mussten, funktionierte. Durch die funktionierende Deckung konnten viele Tempogegenstösse gelaufen werden, sodass es ein wahres Torfestival gab. Kurz freuen, abhaken und Fokus auf das nächste Spiel.

 

Steigerungslauf

SG Wohlen/Lenzburg – TSV Fortitudo Gossau 4:13 (3:7)

 

Der Spielplan wollte es so, dass im zweiten Spiel der nächste Underdog auf die Ostschweizer wartete. Allerdings wird dieser besser einzuschätzen sein als der SV Fides. Wichtig wird wieder sein, sich im Kopf gut darauf einzustellen und die Klasse über die gesamte Spielzeit durchzuziehen. Dies gelang dem Team wiederum souverän. Das Trainerduo Kramer/Keller konnte ebenfalls wieder viele Paraden beobachten. Über 80% der Schüsse fanden den Weg ins Netz nicht. In der Offensive wurde das Spielgeschick von Brülisauer und Rutz so geleitet, dass viel Bewegung im Spiel war und über sämtliche Positionen Torerfolge zu verzeichnen waren.

 

Schwacher Start

TSV Fortitudo Gossau – SG Wädenswil/Horgen 9:14 (3:8)

 

Die Spiele am Aufstiegsturnier dauern jeweils 2x12 Minuten ohne Time Out. Dieser Modus wurde den Gossauern im dritten Spiel zum Verhängnis. Die Jungs waren nach den zwei leichten Siegen im Kopf nicht bereit den physisch überlegenen Zürchern entgegen zu halten. Nach acht Minuten steht es 5:0 für die Spielgemeinschaft. Das Team muss sich ohne Time Out wieder fangen. Dies gelang nur bedingt. So kann die zweite Halbzeit zwar Unentschieden gestaltet werden doch der Rückstand bleibt bis zum Schluss erhalten. Auch der ansonsten tolle Schlussmann Damann konnte ungewohnt lediglich 25% der Schüsse parieren. Sofort vergessen und weiter kämpfen.

 

Gegen 9 Mann

HV Herzogenbuchsee – TSV Fortitudo Gossau 19:18 (8:9)

 

Nach einer kurzen Pause wartete das ungeschlagene Heimteam. Die Fürstenländer spielten offensiv stark. Vor allem Wunderli konnte sich mit acht Treffern auszeichnen lassen. Doch wiederum kassierte man zu einfach Tore. Einfache Doppelpässe oder Kreuzen auf den Aussen reichten aus um die Ostschweizer auszutanzen. Damann hatte viele 1:1-Situationen zu lösen und musste dementsprechend logischerweise oft zum Anspielpunkt passen. In Extremis konnte das Heimteam das Spiel mit einem Tor gewinnen, nach dem Fortitudo immer vor war. Die Schiedsrichter aus Bern-Jura schickten im Spiel sechs mal (!!!) ein Ostschweizer und lediglich ein mal ein Berner von der Platte. Dazu kommen offensichtlich übersehene technische Fehler der Heimmannschaft. Die Jungs aus Gossau mussten in dieser Partie leider gegen 9 Mann kämpfen. Schade, dass so was an einem Aufstiegsturnier vorkommt.

 

Erstes Matchballspiel

TSV Fortitudo Gossau – HSC Kreuzlingen 13:14 (8:8)

 

Im zweitletzten Spiel konnten die Fürstenländer mit einem Sieg den Sack zu machen. Als Gegner warteten die neu formierten Thurgauer, die man bestens aus Regionalauswahlzeiten kannte. Der grosse Unterschied der zwei Teams war die Breite. Der Start war durchaus gut. Nach fünf Minuten stand es 4:0 für Fortitudo. Doch dann kam ein Bruch durch das ganze Team Die Gossauer traten in der Deckung ungewohnt gehemmt auf. Das Angsthasenverhalten war nicht erfolgreiche gegen die schnellen Kreuzlinger. Zu wenig Bewegung und Agilität im Angriff brachten kaum Torerfolge ein. So konnten die immer mit den gleichen sechs Feldspieler spielenden Kreuzlinger mithalten. Der Schwachpunkt des Gegners zwischen den Pfosten konnte nicht ausgenutzt werden. Kurz vor Schluss bei ausgeglichenem Spielstand wird Carpanese gefoult. Das Resultat: Rot und 7-Meter. Doch auch in dieser Situation wollte kein Spieler Verantwortung übernehmen. Die Trainer zählten auf den Ältesten. Carpanese scheiterte leider kläglich vom Punkt. Doch zu seiner Reaktion später mehr. Im Gegenzug kassierte man noch das entscheidende Tor. Wieder eine Niederlage in letzter Sekunde. Das kostet Kraft. Dazu kommt noch das verletzungsbedingte Aus des Spielmachers Brülisauer.

 

Grande Finale: Go Hard or Go Home

TSV Fortitudo Gossau – HSG Mythen-Shooters/Muotathal 10:8 (5:4)

 

Im letzten Spiel hiess es, ganz nach dem ausgewählten Motto für das Aufstiegsturnier: „Go Hard or Go Home“. Im Direktduell kämpften die Gossauer gegen die Innerschweizer um den letzten Platz, der zur Teilnahme am zweiten Turnier berechtigt. Es war handballerisch keine hochstehende Partie. Ein Auf und Ab auf beiden Seiten hielt die Zuschauer kaum auf ihrem Platz. Kein Team konnte sich ein brauchbares Polster ausbauen. In der ersten Hälfte zeichnete sich das Ostschweizer Team vor allem durch eine funktionierende Deffensivarbeit aus. Bis in die achte Minute kassierten die Fürstenländer kein einziges Tor. Damann war über die gesamte Partie ein enorm sicherer Wert für sein Team und zeigte deutlich auf, warum er ein Aufgebot zum Förderlehrgang in der Tasche hat. Fünf Minuten vor Ende zeigen die jungen Gossauer Nerven. Immer konnte man zum Ausgleich treffen doch danach in der Deckung nicht Stand halten. Jeder wusste ein Unentschieden ist mit dem Aus gleichbedeutend. Nach zwei misslungenen Angriffen die letzte Minute in Stichworten: Parade Damann, Abpraller und Gegenstosspass Bleiker, Gegenstosstor Carpanese, Parade Damann, 30-Metertor Wunderli und Jubel der Ostschweizer.

 

Fazit

Das junge Team hat nun zwei Wochen Zeit die Blessuren ausheilen zu lassen und an sich zu arbeiten. Im zweiten Turnier müssen die knapp verlorenen Spiele gewonnen werden. Das Team hofft wieder auf eine lautstarke Unterstützung.

 

Hopp Forti!

 

Beim Krimi mit dabei waren:

 

Damann, Halter, Gröpl, Garbini N., Koller, Lämmler, Carpanese, Garbini D., Gutmann, Huber, Enzler, Wunderli, Rutz, Moser, Brülisauer, Bleiker, Kessler und Bischofberger gecoacht von Kramer und Keller.

 

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