MU 15 Elite: "Lakeside Challenge 2018" mit zwiespältigem Fazit!

Ein 4.Rang von 10 Elite-Teams in Thun erreicht!

 

TSV Fortitudo Gossau   :   BSV Future Bern        15   :   7   (10.30 Uhr)
TSV Fortitudo Gossau   :   SG Vaud HB Crissier       11   :   5   (12.30 Uhr)
TSV Fortitudo Gossau   :   GC Amicitia ZH        11   :  11   (15.30 Uhr)
TSV Fortitudo Gossau   :   HSG Aargau Ost        13   :  17   (17.00 Uhr)  

"Am Kopf beginnt der Fisch zu stinken!"...
 
Diese sinnbildliche Äusserung hat allerdings nicht mit den Gestaden des Thunersees zu tun, sondern viel mehr mit dem zwiespältigen Eindruck, den das Forti U15 -Team in der meisterlichen Lachenhalle in Thun an der "Lakeside Challenge 2018" hinterliess.
 
Traditionell präsentieren sich an diesem Vorbereitungsturnier die Elite-Mannschaften, auf die die "Weiss-Schwarzen" in der baldigen Meisterschaft treffen werden. Nebst den 4 oben genannten Gegnern konnte die "mehrheitliche IST-Lage" vom HSC Suhr Aarau, Kadetten Schaffhausen, HC GS Stäfa, HSG Nordwest und den Einheimischen von Wacker Thun/Steffisburg beoabachtet werden.
 
Es sollte, nach der Abfahrt in Gossau um 07.00 Uhr, ein Tag mit "langen Sequenzen" werden! Je 2 Stunden 30 Minuten dauerte die Hin- und Rückfahrt! Wie aus den Anspielpielzeiten ersichtlich, verblieb viel Wartezeit von einem zum anderen 25'-Einsatz.
 
Der erste Eindruck war sehr vielversprechend, denn die Fürstenländer waren "parat" als der Anpfiff gegen die Berner-"Giele" erfolgte. Mit einer hellwachen und agilen 3:2:1-Deckung liessen sie nicht viel zu und vorne klappte praktisch alles, was die Vorgaben betraf! Jerome Rutz und Kreisläufer Jan Brülisauer zeigten auch viel Spektakel in der Kleingruppe! Das 15:7 war ein verdientes Spiegelbild des ersten Auftrittes. Und dementsprechend war auch die Zufriedenheit gross...
 
Im Spiel 2 gegen einen inferioren Waadtländer Gegner aus Crissier war die Gemütslage zwar positiv, doch musste auch selbstkritisch konstatiert werden, dass nach dem 9:0 nach etwas mehr als 10 Minuten, der Schlendrian Einzug gehalten hatte. Es kann nicht alles den Wechseln zugeschanzt werden, denn ein folgendes 2:5 konnte den Elite-Ansprüchen nicht genügen, auch wenn Etienne Kobler als "Hinten Mitte" mit einem herrlichen Kernwurf ins Lattenkreuz den 11.Treffer markieren konnte...
 
Die lange Pause bis zum Aufeinandertreffen mit GC Amicitia, unserem ersten Meisterschaftsgegner, schien den Jungs gar nicht gut getan zu haben. Erste "Bobolis" mussten mittels Salbe gelindert werden und die Einlaufqualität und insbesondere das Passing war etwas gar "flau". Die Trainerinfo, dass das Turnier nun erst jetzt richtig beginne, schien unter dem Motto "Göschenen-Airolo" angekommen zu sein...
 
Der Tiefschlafstart mit Standhandball wurde von den Zürchern mit einem 1:5 quittiert! Irgendwann dämmerte es auch den Forti-Jungs, dass dies so nicht angedacht war und die Gossauer begannen sich, erfolgreich zurückzukämpfen! Das war ein gutes Signal des Teams, welches jedoch sehr viel Energie brauchte. 15 Sekunden vor Schluss lag sogar der Sieg in Griffweite als die Anzeigetafel ein 11:10 anzeigte. Ein verlorenes "1:1" ohne Helfen ermöglichte "GC/Ami" ein schlussendlich doch verdientes Remis. Ein erstes zwiespältiges Gefühl kam auf...
 
Die Ausgangslage gegen HSG AG Ost war klar. Mit einem Sieg konnte gleich anschliessend das Finale gegen die Kadetten gespielt werden! Beim Einlaufen war spürbar, dass die "Bobos" stärker wurden, die Schritte schwerer und sich die Stimmung eher als "sind anwesend" anfühlte. Ein "Böckligumpen" schien kurz vor dem Spiel nochmals das "Feuer" zu entfachen. Auch die Startphase war in Ordnung (6:3), als urplözlich der Faden riss. Die Aargauer waren offenbar besser "zwäg" und kamen mit viel Tempo in die 1:1-Situationen. Diese führten dazu, dass einerseits das Resultatpendel auf die andere Seite ausschlug und andererseits die Fehlerquote wegen "unklugen" Entscheidungen irgendwie zwischen einer Frusthaltung und letztem Aufbäumen gipfelte.
 
Dies betraf vorallem die Rückraumachse mit Marco Streule, Jerome Rutz und Silvan Rügge, die offenbar mit mehr oder weniger "leeren Tanks" auf der Platte standen. Ein Rettungsversuch mit Wechselpausen half leider auch nicht mehr, das Rad auf "Finale" zu drehen. 17 Gegentore sind Zeuge des "Nicht-mehr-Bewegens" in der Deckung. Die 13 Tore im Angriff wiederum zeigen, dass dieser dank den angesprochenen individuellen "Aufbäum-Aktionen" schon noch "lebte". Die Auslösehandlungen und die damit einher gehende Spieldisziplin, gingen jedoch völlig "vergessen".
 
Für die angesprochene Zwiespältigkeit war dieser letzte Eindruck noch der finale "Schub". Die geistige Frische, und damit auch das rationale Handeln war völlig dahin. Somit schliesst sich wieder der Kreis mit dem eingangs erwähnten Fisch...
 
Das Beste war noch, dass wegen der offensichtlichen Müdigkeit, zumindest keine grösseren "Bobos" mehr eingefangen wurden und die Forti-Jungs den Rückweg mit einem 4.Platz an der "LSC 2018", resultatmässig zufriedenstellend abschliessend, antreten konnten.
 
Bei der Ankunft war der Akku der "Soundmachine" offenbar leerer als der der Mannschaft. Kinder erholen sich ja bekanntlich schnell wieder, wie die Stimmung im Kobler-Bus bei der Ankunft gegen 21.30 in Gossau zeigte...
 
"Es" besser zu machen, kann der TSV Fortitudo Gossau bereits am kommenden Samstag wieder, wenn die "Zürichsee-Trophy" in Horgen auf dem Programm steht. Dann soll das U15 Elite einen "klaren" Eindruck hinterlassen, denn eine Woche später startet die Meisterschaft! Packen wir es an!

HOPP FORTI!!!
 
Den 4.Rang von 10 Elite-Teams erreichten:
Besmir Avdili, Jeremias Eilinger; Jan Brülisauer, Matteo Etter, Fabrizio Holenstein, Etienne Kobler, Joel Locher, Janis Pfister, Manuel Rajkovic, Silvan Rügge, Jerome Rutz, Gianin Santeler und Marco Streule
 
verletzt: Noah Küffer (Wachstumsbeschwerden)
 
Gianni Keller und Daniel Rutz
 
 
 

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